HERSTELLUNG

Das heute in Architektur und bei Inneneinrichtungen so wichtige Material Glas wird im sogenannten
„Floatverfahren“ hergestellt. Dabei schwimmt die flüssige Glasmasse bei Temperaturen von über 1000° C auf einem Bad aus flüssigem Zinn auf (engl. aufschwimmen = floaten). Da Glas erheblich leichter ist als Zinn, schwimmt es – vergleichbar einem Ölfilm auf Wasser – oben auf. Dort breitet es sich, in durch Schieberegler in der Glaswanne eingestellte Begrenzungen, in der gewünschten Materialstärke gleichmäßig aus. Durch die Oberflächenspannung des Zinns sind – und das ist das eigentlich besondere an diesem Verfahren – beide Seiten der Glastafeln vollkommen plan und so weisen die Oberflächen im Gegensatz zu den früheren Herstellungsverfahren keine Unebenheiten auf. Nach dem Erstarren durch das verspannungsfreie Abkühlen werden die Tafeln in Ausgangsmaße von 6,00 x 3,20 m geschnitten und können dann weiterverarbeitet werden. Von den von der Glasindustrie hergestellten Standardstärken von 2,3,4,5,6,8,10,12,15,19 und 24 mm werden im Möbelbereich überwiegend die dickeren Stärken eingesetzt.
Durch den Anteil an Eisenoxid in der Glasrohmasse wurde die typische grüne Kante quasi als „Markenzeichen“ von Floatglas bekannt. Erst in jüngerer Zeit hat sich eisenoxidarmes Floatglas als Alternative am Markt etabliert. Bei dieser Ausführung weicht die grüne Kante einer eher hell türkis schimmernden und auch die Glasfläche ist nennenswert heller. Gerade für sehr moderne, puristisch designorientierte Einrichtungsstile hat sich diese Glasausführung schnell etabliert, ist allerdings durch das spezielle Herstellungsverfahren im direkten Vergleich teurer als das klassische Floatglas.
Wir verwenden zur Bezeichnung den Markennamen OPTIWHITE der Pilkington AG (Sir Alastair Pilkington ist der Erfinder des Floatverfahrens) umgangssprachlich wird es auch als „Weißglas“ bezeichnet.